KdK-Kompromiss

Beurteilung des Gesamktpakets

Die Konferenz der NFA-Geberkantone unterstützen integral das Gesamtpaket der politischen Arbeitsgruppe Finanzausgleich der KdK. Die detaillierte Beurteilung der Konferenz finden Sie hier.

Beurteilung der sieben Vorschläge der Arbeitsgruppe Marty

Die Konferenz der Geberkantone hat zusammen mit einer grossen Mehrheit der Nehmerkantone dem Schlussbericht der politischen Arbeitsgrupppe zur Optimierung des Finanzausgleichs im Sinne eines integralen Gesamtpakets zugestimmt. Sollten einzelne Empfehlungen aus dem Gesamtpaket gestrichen oder verändert werden, werden die NFA-Geberkantone eine Neubeurteilung vornehmen und ihre Zustimmung gegebenenfalls widerrufen. Die weiterführenden Unterlagen der KdK finden Sie hier:

1

Festlegung der Dotation


Die Ausgleichssumme für den Ressourcenausgleich wird nicht mehr durch die Bundesversammlung, sondern über gesetzliche Vorgaben festgelegt.

2

Bedarfsabhängige Ausrichtung der Dotation

Die Ausgleichssumme, die für den Ressourcenausgleich bereitgestellt wird, richtet sich nach dem Ausgleichsbedarf und garantiert die Mindestausstattung des ressourcenschwächsten Kantons.

3

Garantiertes Mindestziel von 86.5 Prozent

Die Mindestausstattung des ressourcenschwächsten Kantons wird auf 86.5 Prozent des schweizerischen Durchschnitts garanitert. Liegt dieser Wert vor dem Inkrafttreten des optimierten Finanzausgleichs über oder unter 86.5 Prozent, wird die Anpassung in einer Übergangsperiode von drei Jahren in gleichmässigen Schritten vollzogen.

4

Bundesbeitrag von 150 Prozent des Beitrags der ressourcenstarken Kantone

Die Einzahlungen des Bundes und der ressourcenstarken Kantone in den Ressourcenausgleich entsprechen dem Ausgleichsbedarf für die ressourcenschwachen Kantone und werden jährlich neu berechnet. Die Einzahlung des Bundes wird auf das verfassungsmässige Maximum von 150 Prozent der Einzahlungen der ressourcenstarken Kantone angehoben.

5

Frei werdende Bundesmittel für SLA und ressourcen-
schwache Kantone

Die finanzielle Entlastung des Bundes wird während der Übergangsphase je hälftig zugunsten des soziodemografischen Lastenausgleichs (SLA) und der ressourcenschwachen Kantone verwendet. Nach Ablauf der Übergangsperiode wird die Entlastung des Bundes im Ressourcenausgleich zugunsten aller Kantone, vorzugsweise für den SLA, eingesetzt. Die Dotation für den geografisch-topografischen Lastenausgleich ist aufrecht zu erhalten und mindestens der Teuerung anzupassen.

6

Unveränderter Auszahlungsmechanismus (progressive Methode)

Die Auszahlungen an die ressourcenschwachen Kantone werden unverändert nach der progressiven Berechnungsmethode vorgenommen. Anspruchsberechtigt sind alle Kantone mit einem Ressourcenindex von unter 100 Punkten. Die Rangfolge der Kantone darf durch den Ressourcenausgleich nicht verändert werden.

7

Paritätisches politisches Steuerungsorgan

Es wird ein paritätisch besetztes politisches Steuerungsorgan für den Finanzausgleich eingesetzt, dem Mitglieder des Bundesrates und der Kantonsregierungen angehören.